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Burgwall Riewend

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Slawischer Burgwall am Riewendsee

Nach einigen Schätzungen begannen sich die slawischen Wenden ungefähr im 8.Jahrhundert, in dem seit der Völkerwanderung unbewohnten Land anzusiedeln.
Ihre Orte waren in Burgbezirke mit einer Ausdehnung von 5 - 30 km aufgeteilt. Wirtschaftlicher, politischer und kultureller Mittelpunkt eines Burgbezirkes war eine sogenannte Rundburg, auch Niederungsburg genannt, wie sie der Riewender Burgwall war.
Der Burgwall war der Wohnsitz eines Hevellerfürsten.
Im näheren Umfeld der Burg konnte man bisher 21 Siedlungen aus der slawischen Zeit nachweisen.

Der Burgwall am nördlichen Ende des Riewendsees und ist zweigliedrig. Er bestand aus einer einer ovalen Hauptburg von 65 bis 80 Meter Durchmesser, die von einem breiten Graben umgeben war. Die Höhe des Walles betrug bis zu fünf Meter im Verhältnis zu den umliegenden Flächen. Der Innenraum der Hauptburg hatte eine Fläche von 0,4 Hektar.
Der Burgwall besaß auch einen Abschnittsgraben als Befestigung. Nordwestlich der Burg lag eine Siedlung.
Die Burg bestand vom 8. bis ins 12.Jahrhundert und wurde vermutlich bei der Eroberung durch die germanischen Askanier niedergebrannt.